Aktionen

Aktionen

Hier findest du Infos zu Aktionen und Veranstaltungen, die uns zugesandt wurden auf den Aufruf der Aktionstage Letzter August hin. Wir wollen diesen Ideen im Rahmen der Aktionstage Letzter August etwas entgegen halten und haben eine koordinierte Abbusting-Kampagne vorbereitet, welche für einen solidarischen Umgang in der Klimakrise einsteht und die wahren Verantwortlichen aufzeigt.

30. Juli, ganzer Tag

Adbusting

Ganze Schweiz

Während die Klimakrise weiterhin an Fahrt aufnimmt, Klimakatastrophen zum Alltag werden und gerechte Klimaschutz- und Anpassungsmassnahmen fehlen stellen wir immer häufiger fest, dass ein anderes Narrativ zur Klima- und Umweltzerstörung an Reichweite gewinnt. Ein Narrativ, das Probleme – auch die Klimakrise – auf Einwanderung & Migration schiebt. Dahinter steckt ein rassistisches und zutiefst menschenverachtendes Gedankengut. Es versucht die Angst vor Umweltzerstörung zu nutzen um eine rechts-populistische Agenda zu unterstützen. Statt Klima- und Umweltschutzmassnahmen, werden eine stetige Verschärfung des Rechts auf Asyl und Ausbau der Festung Europa propagiert. Ein Beispiel aus der Schweiz dafür ist die «Nachhaltigkeits»-Initiative der SVP, welche wahrscheinlich schon nächstes Jahr zur Abstimmung kommen wird.

31. Juli

Flagbusting

Born bei Rothrist und Weissfluh in Liestal

Passend zum nahenden Nationalfeiertag haben Aktivist*innen des Collective Climate Justice die grossen Schweizerfahnen am Born bei Rothrist und der Weissfluh in Liestal mit neuen Inhalten verdeckt.

Seit 2014 sind über 30’000 Menschen beim Versuch nach Europa zu gelangen alleine in der Region Mittelmeer ums Leben gekommen. Dies entspricht der knapp zweifachen Bevölkerungsanzahl Liestals in einem Jahrzehnt. Während eine aktuelle Recherche zeigt, dass die Schweiz nicht nur finanziell an der stetig zunehmenden Militarisierung der europäischen Aussengrenzen beteiligt ist, sondern sogar eigene Grenzbeamt*innen in Menschenrechtsverletzungen verwickelt sind, feiern wir am 1. August die angebliche Neutralität und Humanitäre Tradition der Schweiz.

Mit dieser Aktion soll auf die immense Gewalt an den Grenzen aufmerksam machen. Auch am 1. August wollen wir zusammen für Bewegungsfreiheit und Solidarität für Alle einstehen.

1. August, 9:30–13:00

Antipatriotischer Brunch 

Community Center de_block, Waldmannstrasse 17, 3027 Bern West

Der antipatriotische Brunch (ab 9:30 Uhr) ist für alle, die nicht beim «Nationalfeiertag» mitjubeln wollen. Ab 10:30 Uhr diskutieren wir mit Thorsten Mense (online) über die Gefahren des Nationalismus. Thorsten Mense ist freier linker Journalist und Autor von Büchern über die Kritik am Nationalismus.

Am antipatriotischen Brunch basteln wir zusammen Deko für den letzten August – Lampions, Teelichter, Fähnchen, antinational, kämpferisch, kreativ, verspielt, utopisch… Es gibt eine eingerichtete Bastelecke, einiges an Material und Ideen ist vorhanden, ihr könnt gerne von beidem noch mitbringen. Für grössere und kleinere Menschen.

1. August

Banners

Ganze Schweiz

Das Hängen von bedruckten Stoffen im öffentlichen Raum gehört zum 1. August wie die Weihnachtsbeleuchtung zum Dezember. Dieser Tradition kann auch widerständig gefolgt werden. Hier ein paar ermutigende Beispiele die uns zugesandt wurden.

Startpunkt & alle Infos im Infoladen, Reitschule Bern.

Der globale Rechtsrutsch macht dir Sorgen und du hast keinen Bock auf den nationalistischen Feierlichkeitstrubel? Dann komm zur antinationalen Aktionsrally. Von Statuen-Umgestaltung, zum Aare-Schwimmbanner, Recherchen und einigen weiteren gibt es ganz verschiedene Aktionsaufgaben für unterschiedliche Aktionslevels. Das Ziel ist für alle gleich: Wir wollen dazu beitragen, an diesem Feiertag, der die Idee von Nationalstaaten, von Grenzen und Abschottung normalisiert und romantisiert, unsere Kritik und unsere Gegenperspektiven sichtbar zu machen.

Bahnhofplatz

Wir nehmen Teil an einer Protestaktion gegen den anhaltenden Genozid in Gaza. Nationalismus zeigt seine hässlichsten Seiten beispielhaft in der jahrzentelangen Unterdrückung der palästinensichen Bevölkerung durch den israelischen Staat. Diese Unterdrückung eskaliert seit bald zwei Jahren in der genozidalen Gewalt gegen die Bevölkerung in Gaza.

Während die Menschen in Gaza sterben, sollen feierlich Feuerwerke in die Luft gehen für den sogenannten Nationalfeiertag der Schweiz. Ebender Schweiz, die mit dem israelischen Rüstungskomplex zusammenarbeitet, die unter dem Deckmantel von Neutralität Kriegsverbrechen unterstützt, die einen Genozid mitermöglicht. Daran gibt es nichts zu feiern.

Nicht in unserem Namen! Nicht in unserer Stille!

1. August, 19:00

Znacht gegen Patriotismus
(Soli-Event)

Quai du Bas, Unterer Quai 30, 2503 Biel

Gemeinsames Abendessen für alle, die am 1. August nicht die Nation feiern wollen, sondern Solidarität jenseits von Grenzen und Staaten anstreben. Das gesammelte Geld kommt Menschen zugute, die gezwungenermassen nationale Grenzen überwunden und es entgegen allen Widerständen in die Schweiz geschafft haben – einem der reichsten Länder der Welt, in dem sie als asylsuchende Personen in Armut und Isolation ausharren müssen.

Amicale im Quai du Bas, Unterer Quai 30, 2503 Biel

Um die Aktionen der Aktionstage zu feiern, zurück zu blicken und einen gemeinsamen Moment zu haben nach den hoffentlich vielen dezentralen Aktionen laden wir zum Abschluss zur Party nach Biel ein. Es gibt einen gemeinsamen Rückblick, Infotisch & Soli Merch, KüFa (Küche für alle), Bar, Feuershow und Musik. Egal ob an Aktionen dabei, solidarisch unterstützt, daran gedacht oder einfach so – du bist herzlich willkommen!